Das neue Jahr beginnt in Hummelshain mit der Fertigstellung der Wasserspeier vom Hauptturm, die in der Werkstatt von Ralf Gerhardt in Knau wieder in ihren historischen Zustand gebracht wurden. Außerdem wollen wir in diesem Jahr im Außenbereich vorankommen. Noch steht einer der Flachbauten aus DDR-Zeiten - kein schöner Anblick. Das Ergebnis der letzten Jahre kann sich sehen lassen, und wir sind stolz auf das Erreichte. Hier in unserem Bautagebuch können Sie auch in diesem Jahr erleben, wie es mit dem Jagdschloss vorwärts geht.

2. Juli 2026: Heute Ortstermin mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz zur Abnahme des sanierten Portikus und zur Beratung neuer Projekte. Mit der Qualität der geleisteten Arbeit zeigte sich Stiftung sehr zufrieden. Von links nach rechts: die Herren Schöps und Ley von der DSD, unser DSD-Ortskurator Herr Bürglen, Frau Junge von der Denkmalsbehörde, Schlossgeschäftsführer Herr Volkamer und Eigentümer Herr Schlömann.


17. Juni 2026: Endlich ist das Gerüst am Portikus gefallen und der Blick frei auf die von den Steinmetzen in den letzten Monaten geleistete Arbeit. Die Allianzwappen rechts und links des Eingangs symbolisieren die enge Verbindung der Schloss-Erbauer Herzog Ernst von Sachsen-Altenburg (Löwe mit altenburgischem Wappen) und Herzogin Agnes von Sachsen-Anhalt (Bär mit anhaltinischem Wappen). Die über Jahrzehnte stark verwitterten Wappen und Wappentiere wurden nach Einschätzung der Denkmalbehörde durch Bildhauer Sven Offenbächer in herausragender Qualität restauriert. Einen wesentlichen Anteil hat auch Steinmetz Alexander Brock geleistet, wie beim Einbau von Edelstahlankern zur statischen Stabilisierung des Portikus und der Wiederherstellung des umlaufenden Simses unterhalb des Balkons. Als Material wurde der durch seine Stabilität und optische Qualität bewährte Warthauer Sandstein verwendet








21. Mai 2026: Nach Wochen intensiver Arbeit von Bildhauer Sven Offenbächer und Steinmetzmeister Brock geht die Restaurierung der Wappen und Wappentiere am Portikus des Neuen Schlosses ihrem Ende entgegen. Zahlreiche zuvor in der Werkstatt hergestellte Vierungen wurden eingepasst und montiert. Mit viel Kunstfertigkeit erfolgten zahllose Antragungen; so etwa bei der Wiederherstellung des Fells und anderer zerstörter Körperpartien der Löwen- und Bärenfiguren.






18. Mai 2026: In dieser Woche wollen die Dachdecker des Bauunternehmens Pfeiffer aus Berlstedt oberhalb des nördlichen Steildaches das letzte Dachziergitter montieren und damit die Dachlandschaft des Schlosses endgültig fertigstellen. Zunächst muss die Eindeckung an der Traufkante entfernt werden. Dann wird diese durch die Montage von Bohlen verstärkt. Anschließend kann das kunstvolle schmiedeeiserne Dachziergitter montiert und der Dachbereich neu abgedichtet werden. Letzter Schritt ist der Anschluss der Blitzableiter.






8. Mai 2026: Die Wiederherstellung des Gesimsbandes unterhalb des Balkons macht große Fortschritte. Fast alle Bauteile des Bandes waren stark korrodiert und mussten ausgebaut werden (Bild 4). Nun werden die neu hergestellten Teile durch die Steinmetze eingepasst und mit Edelstahlankern und einem speziellen Mörtel befestigt.




5. Mai 2026: Architekt Dr. Seelig und der Fördervereinsvorsitzender Rainer Hohberg haben unseren Bildhauer Sven Offenbächer in seiner Werkstatt in Pogätz/ Mecklenburg besucht. Herr Offenbächer zeigte die Art und Weise seiner Arbeit zur Herstellung der Vierungen für die Wappen am Portikus des Neuen Schlosses. So etwa die Arbeit mit der Punktiermaschine, mit deren Hilfe die am Schloss abgenommenen Abdrücke auf das neue Werkstück übertragen werden. Das Ausarbeiten geschieht ausschließlich in Handarbeit. In der kommenden Woche will der Bildhauer die angefertigten Teile zum Hummelshainer Schloss bringen und mit den weiteren Arbeiten am plastischen Schmuck des Portikus beginnen.






30. April 2026: Nach der Aufarbeitung der Parkettböden im Festsaal und im Empfangssaal gehen die Arbeiten im Auftrag der Eigentümergesellschaft weiter. Jetzt sind die Fußböden im Empfangszimmer des Herzogs sowie im davor gelegenen Treppenhaus des Westflügels an der Reihe, um diese künftig auch öffentlich nutzen zu können. Nach dem mehrfachen Abschleifen des Parketts und kleineren Ausbesserungsarbeiten werden die Böden nun dreifach versiegelt.

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22. April 2026: Tischlermeister Zastrau hat die Arbeiten an der durch Wasserschäden beschädigten Vertäfelung in der Südwestecke des Festsaals fortgesetzt. Nachdem die Südseite fertiggestellt ist, wurden nun im unteren Bereich der Westseite neue Furnierplatten angefertigt und eingesetzt und mit den entsprechenden Profilleisten versehen.






20. April 2026: Der zuvor ungeschützte Sims unterhalb der Balkonbrüstung des Portikus hat eine Blechabdeckung erhalten. Dies geschah auf Vorschlag der Denkmalsbehörde, um das Eindringen von Regenwasser in das Bauteil mit Sicherheit auszuschließen. Die Arbeiten wurden durch die Handwerkwerker der Firma Pfeiffer in hoher Qualität ausgeführt.






20 . April 2026: Diese Fotos dokumentieren die derzeit laufenden Werkstattarbeiten unseres Bildhauers Sven Offenbächer. In seiner Werkstatt in Rogätz bei Lübeck stellt er die notwendigen Vierungen für die Restaurierung der Wappen am Portikus des Neuen Schlosses Hummelshain her. Die formgenau hergestellten Ersatzstücke aus Sandstein werden anschließend vor Ort anstelle der ausgearbeiteten Fehlstellen oder Ausbrüche eingesetzt (siehe Bautagebuch vom 11. März). Auf diese Weise soll möglichst viel vom Original erhalten werden.






31. März 2026: Ein Sturm hatte im Oktober 2025 die zentnerschwere Spitze einer Eiche auf die Anlage an der Hirschgruppe stürzen lassen. Zum Glück war die große Bronzeplastik nicht betroffen, umso mehr jedoch der Herzogsstein, der an den 70. Geburtstag des Schlosserbauers Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg erinnert. Die Untersuchung durch Steinmetzmeister Schweiger/ Orlamünde ergab, dass die Platte aufgrund starken Zerstörung und der der Brüchigkeit des alten Sandsteinmaterials nicht zu reparieren ist. Nun wurde eine Kopie angefertigt und aufgestellt, die hinsichtlich des verwendeten Materials (roter Sandstein), Form und Größe sowie der Inschrift dem zerstörten Original entspricht. Diese Maßnahme ist aus einem historischen Grund wichtig: am 16. September dieses Jahres wird der 200. Geburtstag des verdienstvollen Herzogs begangen.






25. März 2026: Nach dem entdeckten Schwammbefall mussten im unteren Flur des Ostflügels Parkettboden, Türen, Türrahmen und alle anderen Holzbauteile entfernt werden, um die fachgerechte Bekämpfung des Hausschwamms zu ermöglichen. Nachdem das historische Parkett wieder eingebaut ist, stellt unser Fachmann André Fiedler alle Putzflächen und -kanten wieder her. Die Holzmanufaktur Herzog hat bereits „Scheuerleisten“ entsprechend dem historischen Vorbild angefertigt und wird sie demnächst einbauen.



19. März 2026: Auf Initiative der Eigentümergesellschaft des Schlosses werden derzeit die Parkettböden des Festsaales sowie des Empfangssaales aufgearbeitet. Im Empfangssaal handelt es sich um das bauzeitliche Eichenparkett, im Festsaal um einen vermutlich in den 70 Jahren des 20. Jahrhundert eingebauten Boden, ebenfalls in Eiche. Die Arbeiten werden durch die Weimarer Bautischlerei Smalian ausgeführt. Dazu gehört die Reparatur beschädigter Teile des Parketts, etwa am Kamin des Empfangssaales und an den Terrassentüren des Festsaales. Die durch langjährige intensive Nutzung stark renovierungsbedürftigen Böden wurden zunächst mehrfach mit verschiedenen Körnungen abgeschliffen. Dem folgten die Grundierung und die fachgerechte Lackierung. (Die Bilder 1 und 2 zeigen den noch nicht abgetrockneten Lack.)

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11. März 2026: Entsprechend der mit der Denkmalsbehörde abgestimmten Planung (siehe Bautagebuch 26. Februar 26) schlägt Bildhauer Sven Offenbächer die beschädigten Teile der Wappen millimetergenau heraus. Von den erhaltenen Arealen werden Silikonabformungen angefertigt. In die "Leerstellen" werden später sogenannte Vierungen eingefügt, in originaler Werktechnik angefertigte Kopien der herausgenommenen Wappenteile.






2. März 2026: Die Wiederherstellung des Gesimsbandes oberhalb der Wappentiere hat begonnen. Als erster Arbeitsschritt werden durch die Steinmetze der Fa. Brock die stark korrodierten Sandstein-Bauteile des 12 Meter langen Simses entfernt – eine anspruchsvolle und harte manuelle Arbeit.




25. Februar 2026: Heute erfolgte die Abstimmung unseres mit Bildhauer Sven Offenbächer und Architekt Dr. Seelig erarbeiteten Restaurierungskonzeptes mit der Unteren und Oberen Denkmalbehörde, die zustimmte. Nun kann die praktische Umsetzung erfolgen: Im März beginnen die Arbeiten am Sims und an den Wappen und Wappentieren des Portikus.

11. Februar 2026: Der Bildhauer Sven Offenbecher (2.v.r. ) wird in den nächsten Monaten der wohl wichtigste Akteur auf unserer Schlossbaustelle sein. Er hat die schwierige Aufgabe übernommen, Wappentier und Wappen des Portikus fachgerecht zu restaurieren. Bei der heutigen Bauberatung wurden die jetzt beginnenden Arbeiten detailliert besprochen. Parallel dazu wird Steinmetzmeister Brock mit seinem Team den stark geschädigten Sims unterhalb des Balkons in die Kur nehmen. Zuvor war die statische Stabilität des Portikusgewölbes durch den Einbau mehrerer Edelstahlanker gesichert worden. Die Arbeiten werden durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz finanziert.







11. Februar 2026: Die Restaurierung der ersten beiden Wasserspeier vom Hauptturm ist abgeschlossen. Die stark beschädigten Teile waren im vorigen Jahr abgebaut worden - siehe Bautagebuch 2025. Nach mehrmonatiger Arbeit in der Kunstschmiedewerkstatt Gerhardt wurden sie heute angeliefert. Die schmiedeeisernen Kunstwerke werden zunächst im Foyer des Neuen Schlosses ausgestellt.

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26. Januar 2026: Wir trauern um Jens Gottschalg, einen unserer tollen Handwerker, die in den letzten Jahren Großartiges bei der Sanierung des Neuen Jagdschlosses Hummelshain geleistet haben. Die meisterhaften Blecharbeiten an der Haube des Treppenturmes waren eine seiner letzten Arbeiten. Am 26. Januar ist Jens an seinem Krebsleiden verstorben.





22. Januar 2026: Ein Herbststurm hatte im Oktober die zentnerschwere Spitze einer Eiche auf die Anlage an der Hirschgruppe stürzen lassen. Zum Glück war die große Bronzeplastik nicht betroffen, umso mehr jedoch der Herzogsstein, der an den 70. Geburtstag des Schlosserbauers Herzog Ernst I. von Sachsen-Altenburg erinnert. Der Stein wurde durch die Firma von Steinmetzmeister Schweiger aus Orlamünde geborgen. Die Untersuchung ergab, dass sie aufgrund der Brüchigkeit des alten Sandsteinmaterials nicht zu reparieren ist. Im Auftrag des Fördervereins hat der Steinmetzmeister inzwischen einen passenden Rohling von sehr guter Steinqualität beschafft, aus dem eine Kopie der historischen Herzogs-Tafel angefertigt werden soll. Dafür gibt es einen historischen Anlass: am 16. September dieses Jahres wird der 200. Geburtstag des verdienstvollen Herzogs begangen.




13. Januar 2026: Die stark beschädigten und absturzgefährdeten Wasserspeier vom Hauptturm des Hummelshainer Schlosses waren im Februar 2025 in einer schwierigen Kranaktion demontiert worden. Seither laufen die Restaurierungsarbeiten der ersten beiden der rund 150 Kilo schweren Kunstwerke in der Kunstschmiedewerkstatt der Firma Gerhardt in Knau. Nachdem ein Zwischenergebnis der Arbeiten im Herbst 2025 im Neuen Schloss ausgestellt worden war, gehen die Arbeiten nun weiter. Alle Teile erhalten einen Korrosionsschutz mit Zinkphosphat und anschließend erfolgt die Dickbeschichtung aller Sichtflächen.



Der Verein ist mit Freistellungsbescheid des Finanzamtes Jena vom 06.03.2024 als gemeinnützig anerkannt und im Vereinsregister das Amtsgerichts Stadtroda unter der Vereinsnummer VR 210563 registriert.